Erziehung beginnt nicht erst im Kindergarten…

 

Die Personen, die Kinder am meisten prägen, sind zweifelsohne deren Eltern. Die Erziehung der Heranwachsenden ist allerdings nie leicht. Je älter sie werden, desto häufiger sehen sie sich Instanzen ausgesetzt, die Vater und Mutter – nicht ersetzen – aber vielmehr als ‚Erzieher’ erweitern (Kindergarten, Schule). Doch sollte hierbei nicht vegessen werden, dass gerade die Eltern den wohl wichtigsten Einfluss ausüben. Schon kurz nach der Geburt können ihrerseits folgenschwere Fehler begangen werden – natürlich auch im Gutglauben. Hier ein paar Tipps und widerlegte Mythen über Erziehung:

 

-           Auf die Signale eines Neugeborenen sollte umgehend eingegangen werden. Manchmal wird angenommen, dass nicht direkt zu reagieren ist, wenn ein Kind einmal schreit. Hintergedanke ist sicherlich, dass man diesem nicht vermitteln möchte, immer sofort alles haben zu können. Doch das ist auf jeden Fall zu unterlassen. Schon allein in Anbetracht der Tatsache, dass Babys auf bedingungslose Hilfe und Zuneigung angewiesen sind, spricht klar dagegen. Darüber hinaus kann das Ur-Vetrauen durch ähnliche Handlungen stark erschüttert werden.

 

-      Sollte ein Kind immer im eigenen Bett schlafen? Sicherlich mag es von Vorteil sein, wenn ein gewohnter Raum geschaffen wird. Konstanz ist ein wichtiger Faktor im Heranwachsen und das bereits in den banalsten Kontexten. Doch raten Experten dazu, Kindern die Möglichkeit zu geben, auch mal im Bette der Eltern schlafen zu dürfen, wenn es einen konkreten Grund dafür gibt, wie zum Beispiel Alpträume oder Krankheit. Somit wird Geborgenheit und Sichheit gewährt, die für Kinder unerlässlich sind.

 

-           Das wohl klassischste Beispiel strenger disziplinärer Erziehung sind Aufforderungen wie „Iss deinen Teller leer!“ Logisch, soll Kindern doch vermittelt werden, dass Nahrungsmittel nicht selbstverständlich und entsprechend zu würdigen sind (leider tendiert die Einstellung Heranwachsender teilweise in diese Richtung). Allerdings darf nicht vergessen werden, dass durch einen solchen Zwang das Kind dazu bewegt wird, über den Hunger zu essen. Somit können sich langfristig erste Grundbedingungen für Übergewichtigkeit entwickeln. Man sieht allein schon an diesem Beispiel, wie schwierig Erziehung für Eltern sein kann.

 

-           Ein letztes Beispiel, das hier angeführt werden kann, ist das Drängen mancher Eltern, linkshändig veranlagte Kinder dazu zu bringen, mit der rechten Hand zu schreiben. Hierbei sprechen Psychologen gar von einem massiven Eingriff in die Psyche, die der Entwicklung schadet. Es gibt einfach manche Dinge, die man nicht zu erzwingen versuchen sollte. Die Frage, die sich bei diesem konkreten Beispiel stellt, ist, welchen Nutzen eine solche ‚Umpolung’ denn haben soll.

Wie bereits in dem ein oder anderen Artikel dieser Art erwähnt, kann Erziehung nicht vorgeschrieben werden. Auch die genannten Punkte können als Gedankenanstöße gesehen werden und sollen verdeutlichen, wie vielschichtig und kompliziert Erziehung ist. Denn auch unter Berücksichtigung dieser Aspekte ist sie nicht fehlerfrei gestaltet.

Auf jeden Fall erscheinen die genannten Beispiele logisch. Oder würden Sie vielleicht doch hier und da widersprechen?

Herzlichst, Ihr Nachhilfeexperte Jürgen Chitralla!

Lesen Sie hier mehr: http://www.curado.de/Erziehung-Kindern-Schaden-23060/

Ein Kommentar

  1. [...] bereits in unserem Blog-Artikel vom 14. Mai 2012 angesprochen, beginnt Erziehung nicht erst im Kindergarten. Natürlich ist dies der erste Schritt [...]

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