Freisings radelnde Schüler…

Quelle:  Katja Fuhr-Boßdorf/pixelio.de

Quelle: Katja Fuhr-Boßdorf/pixelio.de

 

Der Arbeitskreis Radwege, der auf einen Beschluss des Planungsausschusses der Stadt aus dem Jahr 2009 hin den Bedarf an Radwegen feststellen sollte, hat nun Ergebnisse vorgelegt. Dabei zeigt sich, dass vor allem vier Gefahrenzonen für die Schüler unserer Stadt zu nennen sind: Die Karlwirtkreuzung und die Wippenhausener Strasse und die sog. Apothekerkreuzung und der Mainburger Berg.

Sinn und Zweck der Untersuchung war es, die Erschließung neuer Radwege vorzubereiten. Dabei wurde vor allem an die Schüler gedacht, deren Schulwege auch alle vier als besonders gefährlich eingestuften Straßenpunkte beinhalten.

Es ist löblich, dass die Stadt nun auch Maßnahmen ergreifen will, die gerade den schwächsten Verkehrsteilnehmern zugute kommen sollen. Mit der rasant wachsenden Bevölkerung der Stadt und der fortschreitenden Erschließung des Umlandes ist nämlich der Verkehr mehr und mehr angewachsen. Es wird höchste Zeit, dass nun auch die Verkehrswege den Realitäten angepasst werden.

Umso mehr, als Freising eine sehr junge Stadt ist. Gerade die Kinder aber brauchen aufgrund ihrer geringeren Erfahrung und des noch nicht voll ausgebildeten Reaktionsverhaltens besondere Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Dabei darf man nicht auf die Rücksichtnahme der anderen Verkehrsteilnehmer setzen: Subjektiv stelle ich selbst zum Beispiel seit Jahren einen zunehmenden Hang zum Rowdytum fest.

Wollen Sie ein Beispiel?

Sie brauchen nur mal auf der B 301 entsprechend der Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der Beschilderung zu fahren. Viel Spaß beim Beobachten der hinter Ihnen Fahrenden im Rückspiegel. Aber es bleibt nicht bei Grimassen: Dichtes Auffahren, Hupen etc. gehören auf der Strecke zum Standard.

Innerhalb des Stadtgebietes sieht es auch nicht besser aus. Vor lauter Angst, dass die nächste Ampel beim Ankommen rot wird, geben viele Fahrer ziemlich Gas. Gerade auf den Strecken, auf denen auch Radler unterwegs sein können. Ob da jeder der Autofahrer immer den gesamten Verkehr im Blick behält? Ich glaube nicht, zumal man schon mit den anderen PKWs ganz schön gefordert ist. Die natürlich auch alle von Ampel zu Ampel rasen. Von den LKWs will ich mal gar nicht reden.

Wenn ich mir ansehe, wie gehetzt manche Freisinger anscheinend ins Auto steigen, möchte ich dem ein oder anderen Mitbürger am liebsten einen Pflichtkurs „Zeitmanagement“ aufs Auge drücken. Vielleicht würde es ein wenig den Druck aus dem Verkehr nehmen, wenn man nicht immer erst in letzter Minute losfährt, sondern auch Verzögerungen einplant? Zumindest aber könnte es dazu führen, dass Umgang der Verkehrsteilnehmer untereinander ein wenig freundlicher wird. Hier nehme ich übrigens die Freisinger Radfahrer nichts aus, die mir – wie berichtet – schon öfter durch ihren Hang zur Pöbelei aufgefallen sind. Offenbar betrachten manche von ihnen den Straßenverkehr als willkommenes Ventil für persönlichen Lebensfrust.

Und mittendrin die Kinder, die dann irgendwie versuchen müssen, sich in dem Chaos zurechtzufinden.

Es wird also wirklich höchste Zeit, dass die Stadt, die ja ohnehin Umbauprogramme von pharaonischen Ausmaßen plant – Stichwort „Innenstadtumbau“ – auch die Bedürfnisse ihrer jüngsten Bürger in ihre Planungen mit einbezieht.

Alles andere ist einer altehrwürdigen, traditionsreichen Schulstadt unwürdig.

Sollten Sie sich übrigens als einer der in diesem Blog beschriebenen Rowdies wieder erkannt haben, überdenken Sie doch ruhig mal Ihr Verhalten: Denken Sie an Ihre eigenen Kinder, wenn Sie die Kinder anderer Leute in Gefahr bringen.

Nur so wird unser schönes Freising vielleicht ein wenig sicherer für unsere Töchter und Söhne.

Herzlichst, Ihr Abacus-Team/Dr. M. Fritz!

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