Nachhilfemarkt wächst – auch für Studenten

Es ist also nicht nur gefühlt so: Wie eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt, boomt der Markt für Nachhilfe in Deutschland. Über eine Millionen Schüler, mehr als eine Milliarde Euro Umsatz – die Zahlen sprechen für sich.

Und nun auch noch das: Ein Bericht in der aktuellen Ausgabe der „Süddeutschen Zeitung“ sieht auch bei Studenten erhöhte Nachfrage nach dem Zusatzunterricht. Zu wenige angehende Akademiker kommen heute mit den entsprechenden Kenntnissen, vor allem in naturwissenschaftlichen Fächern, aus der Schule. Und noch etwas schreibt die „Süddeutsche“: Nachhilfe schlägt studentische Lerngruppen, was die Effektivität angeht. Daher erfreuen sich die Angebote – trotz Kosten – großer Nachfrage.

Einen Punkt allerdings hat der Artikel übersehen: Nicht nur in Physik, Mathematik und anderen naturwissenschaftlichen Fächern haben viele Studenten Nachholbedarf, sondern auch in Deutsch, Englisch oder Französisch. Nicht wenige angehende Akademiker haben nie gelernt, eine grammatikalisch korrekte Arbeit zu schreiben. Sprachbeherrschung wird nämlich auch von ihnen erwartet werden. Dem Schreiber dieses Blogs sind persönlich Fälle bekannt, in denen Personalchefs Bewerber trotz bester Abschlüsse in den Naturwissenschaften abgelehnt haben, weil die entsprechenden sprachlichen Fertigkeiten ungenügend ausgebildet waren.

Nun mag manch einer schnell wieder über die Schulen jammern und ihnen vorwerfen, ihre Schützlinge zu entlassen, ohne dass das Ziel des Abiturs – der Erwerb der Studierfähigkeit – erreicht worden sei. Das mag man glauben oder nicht; es mögen daneben jedoch auch andere Faktoren eine Rolle spielen: So geht zwischen dem Abitur und dem Studium viel einst erworbenes Wissen verloren, weil es nur für die Prüfung gelernt und danach sofort wieder vergessen wurde. Das Problem des zielgerichteten Lernens auf eine einzelne Prüfung hatte ich ja schon öfter erwähnt; auch in der Schule geschieht es oft genug, dass der Stoff nicht nachhaltig erlernt wird und dann bei der Vorbereitung aufs Abitur kein geschlossenes Lerngebäude, sondern nur fragmentarische Bruchstücke beherrscht werden.

Leider müssen sich wohl auch die betroffenen Studenten zuweilen an die Nase greifen: Wer sich nämlich seine ganze Schulzeit über grad so durchgemogelt hat, stellt mitunter fest, dass er sich nur in die eigene Tasche gelogen hat, sobald echtes Wissen gefragt ist.

Wie dem auch sei: Es ist, wie man sehen kann, nie zu spät zum Nachholen des versäumten Stoffes.

Sollten Sie also Student sein und bemerken, dass sie Bedarf haben: Zögern Sie nicht, sich bei uns zu melden. Auch für Sie haben wir den richtigen Lehrer.

Herzlichst, Ihr ABACUS – Team, Dr. M Fritz!

 

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