Wenn gute Noten eine “Auszeit” nehmen….

Liebe Eltern!

Kennen Sie das auch? “Ich hasse Mathe!”, “Grammatik üben ist doch total sinnlos!” – Sprüche am Küchentisch, die uns Eltern alarmieren sollten: Dieses Kind hat Probleme in der Schule! Wenn es so schon am Anfang des Schuljahres  los geht, sollten Sie reagieren. Aber was steckt denn dahinter? Kinder spüren ihre Defizite und entwickeln mit dem Lernen schlechte Gefühle, Gefühle der Ohnmacht. Weil Sie keine schlechten Gefühle auf Dauer haben wollen, gehen sie in die Vermeidung von Tätigkeiten (Lernen), die mit negativen Gefühlen verbunden sind.

 

 

 

Wenn wir mit schlechten Gefühlen lernen, dann speichern wir in einem Areal des Gehirns, welches auch für Panikattacken zuständig ist. Die Folge ist, Ihr Kind versagt in den Schulaufgaben. Aussagen wie: “Ich hatte einen Blackout”, bestätigen diesen Eindruck. Lernen wir jedoch mit guten Gefühlen, merken  wir uns das Wissen im schnellen “Arbeitsspeicher”, auch Hippocampus genannt.

Wenn wir von Nachhilfe sprechen, wünschen sich viele Schüler und Eltern den schnellen Erfolg. Sie wollen natürlich von den schlechten Noten weg, eben aus der Ohnmacht kommen. Lernen ist aber nur möglich, wenn wir regelmäßig trainieren, wiederholen und nochmals wiederholen. Wenn das dann auch noch mit guten Gefühlen gekoppelt wird, kann das Gehirn immer schneller werden. So wie die Sportler, gewonnen hat der, der schneller ist als alle anderen Kollegen. So auch in der Lernarbeit. Je häufiger wir wiederholen, desto weniger muss sich unser Gehirn anstrengen. Denken Sie dabei an  das Einmaleins. 8 mal 3 ist 24. Das können Sie in jeder Lebenslage, weil es automatisiert ist. Sie werden es wohl auch nicht mehr vergessen.

In unserer Nachhilfe für Fächer wie: Mathe, Englisch, Latein und Deutsch, passiert aber noch mehr. Unsere Schüler bekommen von fremden Menschen Wertschätzung und Anerkennung. Wir beobachten häufig, dass unsere Schüler eben durch das bessere Selbstwertgefühl auch in den anderen Fächern besser werden. Nachhilfe ist ein Training mit Mehrwert. Die guten Noten kommen dann von ganz alleine!

Wussten Sie, dass mehr als 30 Prozent der Schüler Nachhilfe buchen, obwohl sie schon ganz gute Noten haben? Es geht dann häufig um die bessere Abitur-Note oder einen anderen schulischen Abschluss, um ein bestimmtes Fach studieren zu können, oder einen bestimmten Ausbildungplatz zu bekommen.

 

Herzlichst!

 

Ihr Jürgen Chitralla

 

5 Kommentare

  1. Krato sagt:

    Hallo Herr Chitralla,

    die Verweigerung zeigt sich beim Sohn ganz gewaltig – er ist pubertär und geht aufs Ganze! Sehr radikal- meine Frau und ich haben viel zu tun!

    Artikel war auf jeden Fall sehr informativ! Danke!!
    Krato

  2. Adrian F. sagt:

    Hallo Herr Chitralla
    Danke für die Infos im Beitrag! Schlechte Gefühle bauen Hemmungen auf, ein Grund für Blockaden, das ist bei den Kindern genau so, wie bei uns Erwachsenen!
    Wir als Eltern haben jedoch im Rahmen einer Ausbildung den Vorteil, dass wir aussteigen können, wenn es uns zu schlecht geht – diesen Luxus haben z.B. Grundschüler nicht!! Ergo: Die Schule wird zum Krampf!!
    Herzliche Grüße, Adrian.

  3. [...] macht ihm sehr viel Freude. Ich möchte wetten, dass er da besonders gute Noten hat. Freude beim Lernen = bessere [...]

  4. [...] man die Lehrer, sind es leider immer weniger Eltern, die sich den abendlichen “Schulkontakt” antun. Nicht selten hätten die Lehrkräfte  gern die Eltern der Problemschüler vor sich sitzen. [...]

  5. [...] eindeutig auf ’Gymnasium’ gesetzt, alles andere ist undenkbar. Dies geht sogar so weit, dass Drittklässler Tränen in den Augen hätten, weil sie ’nur’ eine 3 geschrieben haben und zuhause dafür Ärger [...]

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