Macht Fernsehen dumm?

Liebe Schüler, liebe Eltern!

In unserer täglichen Lernberatung bei den Eltern und Schülern zu Hause, beantworten wir immer wieder Fragen zum Umgang mit Medien: Fernsehen, Internet, Spielekonsolen, etc..

Viele Schüler zucken regelmäßig zusammen, wenn ihre Eltern die liebgewordenen Spielzeuge verbieten wollen. Kinder und Jugendliche unterhalten sich auf den Schulhöfen unserer Republik heute mehr denn je über die neuesten Spiele, die angesagtesten Chatrooms, die erreichten Level. Dahinter steckt natürlich der Wunsch, bei den Mitschülern anerkannt zu sein. Wer da nicht mitreden kann, der ist eben kein adäquater Gesprächspartner mehr. Schüler, die nicht mitreden  können, stehen nicht selten alleine auf dem Pausenhof und fühlen sich einsam. Haben nun diese Jungen und Mädchen zufällig auch noch gute bis sehr gute Leistungen, werden sie auch noch gemobbt. Kinder und Jugendliche lernen aber beziehungsorientiert, das bedeutet: Ich bringe Leistung um zu gefallen, z.B.  den Lehrern oder den Mitschülern.

 

 

 

Der renomierte Neurowissenschaftler Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer hat die Auswirkungen von Fernsehen und Co. untersucht und eine für viele Zeitgenossen provokante These aufgestellt: “Wer viel vor dem Fernseher sitzt, wird dumm und übergewichtig hat in der Regel ein geringeres Einkommen, sowie eine reduzierte Lebenserwartung”.

Nachdem ich einen ausführlichen Bericht dazu auf der Seite des Instituts für angewandte Medienforschung gelesen habe,  hat sich für mich ein sehr interessantes Bild zu diesem Thema erschlossen.

Eltern fragen mich immer wieder, ob sie denn dann alles verbieten sollen und müssen? Der altehrwürdige Paracelsus hat diese Frage so beantwortet: “Die Dosis macht das Gift”.  Ich möchte Sie einladen über dieses Thema mit Ihren Kindern neu nachzudenken und einen für Sie angemessenen und lebbaren Medienkonsum zu organisieren. Wir Eltern sind die “Fluglotsen” im Leben unserer Kinder. Wer sollte ihnen sonst durch Regeln Verbote ein gutes und erfolgreiches Leben organisieren. Überlassen wir die Erziehung den Trends unserer Zeit, werden unsere Kinder wohl auch die Konsequenzen tragen müssen.

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Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie mir Ihre Gedanken dazu!

 

Herzlichst, Ihr  Jürgen Chitralla

Ein Kommentar

  1. [...] Kindern gegenüber in Diskussionen um die verschiedensten Dinge wie Taschengeld, Ausgehzeiten oder Medienkonsum. Klar haben die Sprösslinge immer etwas lockerere Vorstellungen, wohingegen die [...]

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