Wie geht es nach der Schule weiter?

Abschluss – und dann?

In dieser Woche geht schon wieder ein Schuljahr zu Ende. Das heißt, dass nun tausende SchülerInnen einen anderen Weg einschlagen werden. Ausbildung, weiterführende Schule oder Studium? Doch mittelfristig gibt es noch weitere Angebote, die vermehrt wahrgenommen werden, seien es ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) oder der Bundesfreiwilligendienst (BuFDi).

Gerade mit dem Wegfall der Wehrpflicht (und somit auch des Zivildienstes) sind Jungs nach ihrem Abschluss nun nicht mehr in der Bringschuld. Weiterhin wird durch das G8 ein weiteres Jahr ’gewonnen’. Allerdings sind eingangs erwähnte Angebote nicht nur auf das männliche Geschlecht beschränkt. Auch viele Mädchen bekunden ihr Interesse daran. Diese Zeit wird als Möglichkeit gesehen, sich (neu) zu orientieren und die richtigen Entscheidungen für den folgenden Weg zu treffen. Man bekommt die Möglichkeit, die Schulbank -und damit verbunden die Prüfungen, das Lernen, etc.- hinter sich zu lassen und einmal etwas ganz anderes machen. Somit können praktische Tätigkeiten übernommen und ein erster Einblick ins Berufsleben gewährt werden. Hierbei helfen vom Bund ausgerichtete Schulungen beim Übergang von der Schule in den neuen Wirkungsbereich.

Ein weiterer Punkt ist, dass man für das Engagement auch eine gesetzlich festgelegte Vergütung erhält. Selbstredend sind hierbei keine Reichtümer anzuhäufen, doch vermittelt es einen ersten Eindruck, wie es ist, ein eigenes Gehalt zu bekommen. Ebenfalls eine neue Erfahrung, haben doch die Wenigsten die Möglichkeit, neben der Schulkarriere noch einen kleinen Job anzunehmen.

Im Grunde genommen ein ansprechendes Prinzip. Sicherlich ist dabei auch viel abhängig von der jeweiligen Einsatzstelle. Hier vielleicht der Tipp, sich im Vorfeld ausgiebig zu informieren, um in Erfahrung zu bringen, ob einem die entsprechende Tätigkeit auch liegt. Schließlich füllt diese ein komplettes Jahr. Weiterhin kann es hilfreich sein, Bekannte zu Rate zu ziehen, die gegebenenfalls selbst schon ein solches Jahr abgeleistet haben. Unterm Strich wird man sicherlich ein Bild geboten bekommen, das positive, wie auch negative Aspekte beleuchten kann, die im ersten Moment nicht offensichtlich erscheinen.

Ein Beispiel bietet ein Erfahrungsbericht, der online eingesehen werden kann[1]. Hier berichtet der 20-jährige Sebastian Behling von seinen Eindrücken. Insgesamt zieht er ein sehr positives Resümee: Man lerne Dinge, die einem die Schule nicht vermittelt. Ebenso ist er der Meinung, jeder solle eine solche Erfahrung einmal gemacht haben, die erlebten zwölf Monate seien für ihn eine gute Vorbereitung auf das ’richtige’ Berufsleben gewesen.

Inwieweit eine solche Auszeit von Vorteil ist, muss individuell entschieden werden. Doch gerade durch die verkürzte Schulzeit an Gymnasien könnten diese Angebote noch interessanter werden. Gerade karitative Einrichtungen sind, vor allem nach dem angesprochenen Wegfall des Zivildienstes, besonders auf die freiwilligen HelferInnen angewiesen. Und wenn man selbst eine Begeisterung und womöglich auch eine Begabung für diese Tätigkeiten hat, kann man doch nur von einer win-win-Situation sprechen, oder?

Lassen Sie sich beraten und entscheiden sie frei und ohne Druck. Verloren ist ein solches Jahr bestimmt nicht.

Haben Sie damit bereits Erfahrungen? Was können Sie darüber berichten? Wir würden uns sehr über einen kurzen Bericht freuen.
Hier können Sie noch mehr erfahren:


[1] http://www.rp-online.de/bergisches-land/hueckeswagen/nachrichten/was-man-hier-lernt-lernt-man-nicht-in-der-schule-1.2923082

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