Die sieben goldenen Regeln beim Lesen mit Kindern…

Die Advent- und Weihnachtszeit ist eine der schönsten Zeiten im Jahr.

 

“Die staade Zeit”, wie man in Bayern sagt: Eltern sitzen mit ihren Kindern im warmen Wohnzimmer, die Holzscheite knistern im Feuer, der Duft von Bratäpfeln, Lebkuchen und Glühwein erfüllt den Raum. Die beste Zeit, sich gegenseitig schöne Geschichten vorzulesen. Wenn wir Eltern diese Zeit nutzen, das Lesen in unseren Kindern zu verankern, profitieren alle davon. Wir Väter und Mütter bauen Beziehung zu unseren Kindern auf und aus, unsere Kinder verbinden mit dem Lesen tiefe und warme Gefühle, die vielleicht ein Leben lang nachschwingen.

Ich habe “goldene” Regeln für diese wunderschöne Zeit gefunden, die uns helfen können:

  1. Suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind ein Buch zum Vorlesen oder Lesen aus.
  2. Machen Sie es sich mit dem Kind gemütlich – auf dem Sofa, vor dem Kachelofen oder auf der Eckbank.
  3. Wählen Sie einen günstigen Augenblick aus: Eine Ruhepause am Nachmittag oder Abend. Am besten ritualisieren Sie das Lesen, das heißt es findet regelmäßig statt und wird durch nichts gestört.
  4. Haben Sie Geduld beim Vorlesen – je jünger die Kinder sind, desto schwerer fällt es ihnen, sich eine längere Zeit zu konzentrieren. Bleibt das Kind an einem schwierigen Wort hängen, wird es mehrmals wiederholt, bis es flüssig kommt. Damit automatisieren Sie die schwierigen Wörter besser.
  5. Gehen Sie auf Zwischenfragen ein und wenn Ihr Kind das Buch in einer anderen Reihenfolge lesen möchte, ist das auch kein Problem.
  6. Vermeiden Sie beim Vorlesen ein “herunterleiern”, denn  Kinder merken, wenn Sie mit den Gedanken woanders sind.
  7. Nehmen Sie sich Zeit, um nach dem Lesen mit Ihrem Kind über das Buch, die Geschichte zu reden. Damit wird es besser gespeichert.

Ich wünsche Ihnen gemütliche Stunden mit Ihren Kindern!

Quelle: Stiftung Lesen

 

3 Kommentare

  1. Ergänzend zum gemeinsamen Lesen kann ich aus eigener Erfahrung die Bücher aus der Reihe, “Erst ich ein Stück, dann du”, empfehlen. http://patricia-schroeder.de/docs/stueckchen.htm
    Hier wechseln sich Erwachsenen und Kinder beim Vorlesen ab, sodass das Lesenlernen gar nicht als Lernen von den Kindern empfunden wird.

    Viele Grüße aus Hamburg

    Holger Liß

  2. [...] Begabung gefördert. Gute Schüler sollen dann nicht mehr unterfordert sein, Zweitklässler mit Leseproblemen können so mit den Erstklässlern zusammen intensiver [...]

  3. […] lange nun soll gelernt werden? Die goldene Regel lautet: Die Lebensjahre sollten den Lernstunden pro Woche entsprechen. Ein Zwölfjähriger lernt […]

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