Kinder und Kleidung…

Richtig gekleidet in die Schule!

 

„So gehst du mir nicht aus dem Haus!“ mahnen des öfteren Eltern ihre Kinder. Hiervon sind beiderlei Geschlechter betroffen, was leicht zu Konflikten ausarten kann. Bezüglich eines Hinweises zur korrekten Kleidung reagierte nun die Schulleitung eines Gymnasiums in Aichach. Miniröcke hätten im Schulalltag schlichtweg nichts verloren, so stellvertretender Schulleiter Stefan Düll. Ein erster Schritt hin zu einer Kleiderordnung? Davon sei aber seiner Ansicht nach keine Rede. Es sollte schließlich darauf hingewiesen werden, dass sich Mädchen adäquat zu kleiden hätten. Sicherlich ein Thema, das nicht nur in der Schule heiß diskutiert wird.

 

Zunächst einmal stellt sich die Frage nach dem ’warum’. Heutzutage kann man wohl weniger von aufsässigem Verhalten ausgehen, es wird einfach angezogen, was modern ist. Dazu gehören nun einmal Miniröcke, besonders bei sommerlichen Temperaturen. Hierbei lässt sich durchaus ein Trend festhalten, der die letzten Jahre gezeichnet hat. Doch ist ein bisschen ’zu wenig’ nicht wirklich ein bisschen zu viel des Guten?

 

Erinnert man sich einmal ein paar Jahrzehnte zurück, so wäre auch nur einer solcher Fälle wohl zum bundesweiten Skandalfall avanciert. Was heutzutage modern ist, muss eben angezogen werden. Natürlich orientieren sich junge Mädchen häufig an ihren Vorbildern, gerade auf dem Laufsteg werden Trends festgesetzt. Doch gerade in öffentlichen Einrichtungen wie einer Schule ist ein solches Auftreten fehl am Platz. So sieht es auch Püll: „Eine Schule ist keine Disco oder ein Strandbetrieb.“

 

Gerade deshalb sollte die Begeisterungsfähigkeit gebremst werden. Achten Erziehungsberechtigte schlichtweg weniger darauf, was ihre Kinder anhaben? Womöglich fehlt einfach heutzutage die Zeit, die Tochter beim Frühstück noch einmal kurz zu mustern und festzustellen, dass ein solcher Kleidungsstil indiskutabel sei. Generell sehen nämlich gerade Mütter das Auftreten derer Kinder als Reflexion auf sich selbst. Sie denken, dass ein gepflegtes Aussehen auf eine entsprechend gute Erziehung rückschließen lässt. Und damit haben sie nicht unrecht. Leider wird es den Kindern manchmal aber auch nicht anders vorgelebt. Wer ist also da, die Kleiderordnungen zu relativieren, wenn nicht höhere Instanzen wie eben Lehrer und Schulleitung. Und so weit muss es ja nun wirklich nicht kommen.

 

Aber auch Jungs sollte man in diesem Punkt nicht außer Acht lassen. Lehrer wollten nicht wissen welche Unterwäsche ihre Schüler tragen, so Püll. Zu tiefe Hosen und ein eher lässiges Erscheinungsbild ist wohl Sinnbildlich für heutige Generationen. Auch hier wird aktuellen Trends gefolgt, um nicht aus dem Bild zu fallen.

 

Klar, verspürt ein(e) Jugendliche(r) sich auf eine bestimmte, den Eltern oder Lehrern missfallende, Art und Weise zu kleiden, so müssen diese natürlich darauf aufmerksam machen. Von selbst legen sie diesen Stil so schnell nicht wieder ab. Womöglich ist es ratsam, hier mit Fingerspitzengefühl vorzugehen, so wie es die Schule in Aichach vorbildlich getan hat. Erste positive Resonanzen der Eltern seien schon eingegangen.

 

Es erscheint wichtig auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Natürlich sollten Sprößlinge in ihrem Heranwachsen nicht zu sehr eingeengt werden, doch gerade in diesem heiklen Thema ist eine gewisse Intervention vonnöten. Vielleicht fällt es den meisten Eltern aber auch gar nicht mehr auf, wie man die Kinder aus dem Haus lässt, weil das ohnehin alles so normal geworden ist. Allerdings sollten dem nicht Regeln und Vorschriften Einhalt gebieten, sondern der gesunde Menschenverstand:

„Sich richtig zu kleiden, fängt zu Hause an“, schließt Schulleiter Haunschild.

Herzlichst, Ihr ABACUS Team!

http://www.augsburger-allgemeine.de/aichach/Roecke-zu-kurz-Hosen-zu-tief-id20998966.html

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