Einheitliches Gehalt für alle Lehrkräfte?

 

Je jünger die Kinder, desto geringer der Verdienst der Unterrichtenden. Das fasst die aktuelle Situation, wenn es um die Bezahlung geht, treffend zusammen. Eigentlich ja ungerecht, könnte ein erster Blick vermitteln. Und tatsächlich sollte man dieser Problemstellung ein wenig auf den Grund gehen.

 

Denn im Grunde genommen, verrichten Lehrer ja die gleiche Arbeit. Ob nun in der Grundschule oder dem Gymnasium, es wird Stoff vermittelt. Nun kann natürlich argumentiert werden, dass es Lehrkräfte mit Jugendlichen und teils schon Erwachsenen wesentlich schwerer haben. Doch das so pauschal zu bewerten, ist sicherlich auch schon zu weit aus dem Fenster gelehnt.

 

Worauf stützt sich denn diese Ungleichheit der Bezahlung? Angefangen sicherlich mit dem Studium. Entschließt man sich dazu, Gymnasiallehramt zu studieren, ist ein vertiefter Studiengang nötig. Es sind mehr Leistungsnachweise zu erbringen, die Regelstudienzeit ist länger. Bessere Ausbildung, besserer Verdienst?

 

Was ist dann allerdings mit den Umständen, die über die universitäre Ausbildung hinausgehen? Lehrkräfte beispielsweise, die in sozialen Brennpunkten arbeiten sehen sich mit Sicherheit sehr großen Herausforderungen konfrontiert. An Realschulen, vielmehr aber noch an Hauptschulen ist davon sehr häufig die Rede. In dieser Hinsicht wiederum scheinen es GymnasiallehrerInnen leichter zu haben.

 

Es ist auf jeden Fall ein schwieriges Thema und kann nicht mit Fakten eindeutig behandelt werden. Es ist geprägt durch ein starkes Auseinandergehen der Meinungen.

Nichts desto trotz ist die gleiche Bezahlung an allen Schulformen jetzt im Gespräch: NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann macht sich für ‚benachteiligte’ Pädagogen stark. Rückendeckung bekommt sie bereits von juristischer Seite. So argumentiert Jurist Prof. Christoph Gusy, dass durch Einführung der Master-Studiengänge, der nunmehr für alle Lehrämter Voraussetzung ist, ein erster Schritt in diese Richtung getan werde. Weiterhin sagt er, dass sich ein Lehrerberuf nicht (mehr) nur auf die Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte beschränke und folglich auch nicht Grundlage für die Besoldungsunterschiede darstellen solle.

 

Ob sich diese Forderung durchsetzt und auch wir in Bayern letztendlich damit konfrontiert werden? In der Tat handelt es sich hierbei um eine heikle Frage, sind doch sicherlich sämtliche Positionen stark vertreten. Somit der Aufruf an Sie:

 

Schreiben Sie uns doch Ihre Meinung dazu!

 

der ausführliche Artikel ist zu finden unter: http://www.news4teachers.de/2012/05/lohrmann-lehrer-an-allen-schulformen-einheitlich-bezahlen/

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