Integration ist Jugendlichen wichtig…

 

Integration ist ein nicht nur in Deutschland viel diskutiertes Thema. Was Politiker dazu sagen, ist häufig in den Medien zu erfahren. Doch was sagt die Jugend dazu?

Vor wenigen Wochen fand diesbezüglich der Jugendintegrationsgipfel statt, bei dem sich 100 Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren Gedanken gemacht haben, wie Personen mit Migrationshintergrund besser in unsere Gesellschaft eingebunden werden können. Die Vorschläge, die bei den vier Workshops gebracht wurden, offenbaren einige sehr interessante Aspekte:

 

 

So wurde unter anderem vorgeschlagen, der Ganztagsunterricht sollte ausgebaut werden. Mit dieser Frage haben auch wir uns erst kürzlich beschäftigt (Blog über französisches Schulsystem, 3. Teil). Interessant ist allerdings, dass dieser Vorschlag von Jugendlichen eingebracht wurde. Doch die Idee erscheint logisch: ein Aufstocken der Unterrichtszeit hätte zur Folge, dass die Klassen mehr Zeit miteinander verbringen würden – und somit eben auch die Integration betreffender Schüler fördern.

Darüber hinaus sei die Ausbildung der Lehrkräfte etwas zu verändern: interkulturelle Pädagogik sollte Pflichtfach im Studium werden. Dies ist insofern logisch, als sich Lehrkräfte so noch besser in Schüler hineinversetzen können, insbesondere wenn erstere keinerlei Migrationshintergrund in deren Familie haben. Ein sehr guter Vorschlag, haben wir in dieser globalisierten Welt doch mehr und mehr mit Menschen anderer Kulturen zu tun.

Jugendlichen liegt also offensichtlich das Verständnis für andere Kulturen sehr am Herzen. Eine vielversprechende Erkenntnis, da ja die Eigene erst richtig verstanden werden kann, wenn kulturelle Unterschiede akzeptiert und verstanden sind.
Denn Basis für Spannungen in diesem Bereich sind ja meist, dass die eigene Kultur als besser oder höherwertig eingestuft wird. Entscheidend ist jedoch, dass diese höchstens auf neutraler Basis vergleichbar sind. Denn gute und schlechte Kulturen existieren nicht.

Von wegen unsere Jugend stellt nichts vernünftiges auf die Beine. Erfreulich zu sehen, dass auch diese ernsten Themen mit einem gebührenden Maß an Seriosität und Tiefsinnigkeit angegangen werden.

 

Herzlichst, Ihr Jürgen Chitralla!

 

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