Schule in Frankreich: Teil 3

Nicht nur für Schüler in Deutschland ist dieser Teil ein wichtiger Bereich:

3.         Stundenplan/Ferien

 

Mit Einführung des G8 an deutschen Gymnasien wurden zunächst Stimmen laut, die klar behaupteten, zu viel Nachmittagsunterricht schade der Leistungsfähigkeit der Schüler. Ob dies nun so ist oder nicht, soll hier nicht diskutiert werden. Doch ein Blick nach Frankreich lässt feststellen, dass Ganztagsunterricht durchaus ein gängiges Konzept ist.

 

Wie auch in Deutschland beginnt der Unterricht um 8 Uhr. An dieser Stelle sei gleich erwähnt, dass in Frankreich eine Schulstunde ca. 55 Minuten beträgt, von kleineren Abweichungen abgesehen. Um 12 Uhr gibt es eine einstündige Mittagspause, während der die SchülerInnen die Möglichkeit haben, in der Mensa zu essen (Es überrascht Franzosen doch des Öfteren zu hören, dass diese an deutschen Schulen keine gängige Einrichtung ist). Hierbei wird besonderen Wert auf ausgewogene, gesunde Kost gelegt: beispielsweise sind die SchülerInnen angehalten, Salat und/oder Obst zu wählen.

Nach dieser Pause wird der Unterricht wieder aufgenommen, ein normaler Schultag verläuft so bis 18 Uhr; einzige Ausnahme: mittwochs ist der Nachmittag frei. Selbstverständlich gibt es auch vereinzelte Freistunden, doch festzuhalten gilt es, dass ein Schultag in Frankreich bis abends andauert – und dies bereits in der Grundschule(!). Im Durchschnitt ergibt das pro SchülerIn einen Wochenstundensatz zwischen 26 und 30 Stunden.

Als Ausgleich zu so viel Unterricht im Laufe der Woche gibt es umso mehr Ferien: alle 6 Wochen haben die SchülerInnen ca. 14 Tage frei, die Sommerferien belaufen sich auf gut 2 Monate. Ebenso wie in Deutschland finden die unterrichtsfreien Perioden nicht zeitgleich in ganz Frankreich statt, das Land ist in 3 Zonen (A, B und C) unterteilt.

(eine tabellarische Form der aktuellen Daten findet sich unter: http://www.schulferien.org/Ferien_Frankreich/2012/schulferien_frankreich_2012.html)

 

Eine Unterscheidung der SchülerInnen gibt es allerdings und zwar die, dass ein Teil in der Schule untergebracht ist und nur an Wochenenden oder während der Ferien nach Hause fährt. Besonders in ländlichen Regionen ist das gang und gäbe.

 

Liest man diese Fakten, stellt sich die Frage, ob es deutsche SchülerInnen nicht doch besser haben, als sie es oftmals denken. Ganztags in der Schule zu sein ist wirklich sehr anstrengend, besonders natürlich für die Lernenden.

 

Wäre ein solches System in Deutschland sinnvoll?

 

 

Herzlichst, Ihr Nachhilfe-Experte Jürgen Chitralla!

 

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