Arbeiten LehrerInnen zu viel?

Ein Thema, wie es kontroverser wohl nicht sein könnte – und ein sehr schwieriges obendrein.

An einer Schule zu unterrichten, davon träumt wohl jeder. Urlaub bis zum Abwinken, keine 40-Stunden-Woche und obendrein noch ein top Gehalt. Mal nüchtern von außen her betrachtet, denn in Wirklichkeit verbirgt sich dahinter viel mehr.

Wie zahlreiche Studien belegen, ist der Lehrerberuf derjenige, in dem die burn-out-Zahlen mit am höchsten liegen. Woran kann das liegen? Womöglich sind folgende wichtige Punkte dafür hauptsächlich verantwortlich:

 

 

Zum Einen haben Unterrichtende eine unglaublich große Verantwortung. Nicht nur, dass sie sich tagtäglich vor bis zu 30 SchülerInnen behaupten müssen, es muss ihnen auch gelingen, keine(n) in dieser Masse untergehen zu lassen. Der häufig gebrachte Vergleich zu einem Dompteur ist wohl nicht all zu weit gefehlt. Somit stehen sie sehr stark unter “Strom” und sehen sich hoher Belastungen ausgesetzt. Manche Eltern erhöhen diesen Druck noch, in dem sie die Lehrer für die schlechten Noten ihrer Kinder verantwortlich machen. Dazu kommen Kinder, die weder Grenzen noch Disziplin kennen.

Zum Anderen muss natürlich gesagt sein, dass LehrerInnen keine „Halbtagsarbeiter“ sind. Korrekturarbeiten, Klassensitzungen, Unterrichtsvorbereitung, usw. nehmen sie mehr ein, als das nach Außen hin den Anschein haben mag. Durschnittlich kann man von 45-55 Wochenstunden ausgehen. Entsprechend muss man auch das Verständnis der Ferien als freie Zeit relativieren.

So muss man sich einmal die Frage stellen, inwieweit LehrerInnen vielleicht doch überansprucht sind. Sollte also eine Herabstufung der Arbeitszeit oder andere Regularisierung stattfinden? Schließlich geht es ja in einer Schule nicht nur um das Wohl der Lernenden. Lehrkräfte, die am Ende ihrer Kraft sind, können den Anforderungen nicht mehr adäquat begegnen. Unseren Kindern ist damit keinesfalls geholfen!

Schreiben Sie uns doch mal Ihre Einschätzung dazu!

 

Herzlichst, Ihr Jürgen Chitralla!

 

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