Videoüberwachung an Schulen?

Fahrraddiebstähle, Schlägereien, Sachbeschädigung – an vielen öffentlichen Orten schon längst zur Gewohnheit geworden, sind auch Schulen davon betroffen. Gerade dort sollte SchülerInnen ja eigentlich ein Gefühl von Sicherheit vermittelt werden. Dennoch vollziehen sich kriminelle Handlungen auch dort immer wieder. Die Frage ist also, wie man dem entegegenwirken könnte.

So ist es in U-Bahnstationen, Parkanlagen oder sonstigen Einrichtungen schon keine Seltenheit mehr, Videokameras zu installieren, die ja bekanntlich „Ihrer eigenen Sicherheit dienen“. So sollen jetzt auch in Puchheim Schulen mit Überwachungsapparaten ausgestattet werden. Auch hier kam es nicht nur während der Schulzeit zu Vandalismus und Missbrauch der Einrichtung, sodass die Forderung zu Handeln immer lauter wurde. Da Sicherheitspersonal zu teuer sei, hat man sich nun zu diesem Schritt entschieden. Auch hierzu gab es Diskussionen, letztendlich konnte man sich allerdings doch dazu durchringen, auch auf Bitten der Eltern hin. So soll nun ein sichererer Raum für die Lernenden geschaffen und auch das Gelände vor Missbrauch geschützt werden.

(lesen Sie hierzu: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/videoueberwachung-an-schulen-kameras-statt-sicherheitsdienst-1.1362463).

Ein heikles Thema, das viele Kontroversen birgt. Einerseits sicherlich eine gute Idee, dienen Kameras doch auch als Abschreckung. SchülerInnen sollten so doch besser geschützt sein, da kriminelle Handlungen gegen sie (von welcher Seite auch immer) tendenziell wohl unterlassen werden. Klar, es gibt natürlich auch immer noch einen Schulweg, alles und immer kann nicht überwacht werden. Auch wenn es um Diebstähle und Sachbeschädigung geht, so können Kameras Abhilfe schaffen, die Täter zu entlarven, bzw. von vorn herein derartige Handlungen zu unterbinden – wenn sie auch keine absoluten Garanten dafür sind.

Denn auf der anderen Seite darf man nicht vergessen, wie sensibel dieses Thema gerade in der heutigen Zeit ist. Vielerorts macht sich eine Angst des Überwachungsstaates breit, die Idee, jeden Schritt dokumentieren zu können, stößt bei vielen auf Ablehnung. Natürlich eröffnet sich hierbei auch Raum zum Missbrauch, man weiß ja nie genau, wer auf die Aufzeichnungen Zugriff hat, bzw. wofür diese verwendet werden könnten. Besonders im Bezug auf einen öffentlichen Raum, in dem sich hauptsächlich Kinder und Jugendliche aufhalten, könnten Überwachungskameras Eltern beunruhigen – und das sicherlich zu Recht.

Einmal nüchtern betrachtet, muss man festhalten, dass es immer einen Raum für kriminelle Handlungen gibt, trotz Sicherheitspersonal oder Kameras. In der Hoffnung, diese einzudämmen, sind letztere wohl der kostengünstigere, womöglich auch der effektivere Schritt.

Welche Alternativen könnten sich anbieten?

Doch wollen wir das wirklich? Schreiben Sie uns doch Ihre Meinung dazu. Sollte ein solches Konzept‚ Schule machen’?

Herzlichst, Ihr Jürgen Chitralla!

Ein Kommentar

  1. VoTri sagt:

    Ist wirklich ein heikles Thema. Einerseits finde ich die Videoüberwachung richtig, da man einige Straftaten besser Analysieren und evtl. vermeiden kann. Andererseits leben wir nicht in Amerika bzw. einem Überwachungsstaat… noch nicht. Datenschutz sollte großgeschrieben werden.

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