Thema Erziehung: Eltern und Lehrer sollten mehr an einem Strang ziehen…

Wie bereits in unserem Blog-Artikel vom 14. Mai 2012 angesprochen, beginnt Erziehung nicht erst im Kindergarten. Natürlich ist dies der erste Schritt in ein neues Umfeld, neue Bekanntschaften – ein neuer wichtiger Lebensabschnitt. Denn so soll ein reibungsloser Übergang in den Schulalltag geschaffen werden. Oftmals stellt sich dann das Bild einer zweigleisigen Erziehung ein, zum einen die der Eltern und zum anderen die der Pädagogen. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg machte nun klar, dass Erziehungsberechtigte und Lehrer Ziele gemeinsam verfolgen sollten.

Was allerdings ist schlechte Erziehung? Geht es nach VBE-Chef Gerhard Brand, so spricht er fehlende Zuwendung und Geborgenheit an, die einen Menschen tiefgreifend und nachhaltig prägen. Dieses Manko aufzufangen, sei im späteren Verlauf nur mit hohem personellem und finanziellem Einsatz möglich – eine Aufgabe, der auch Pädagogen nicht gerecht werden können. Ein Grund dafür ist natürlich auch, dass die Klassenstärken in Deutschland recht hoch sind. Da bleibt kaum Raum für Individualität. Auf die Bedürfnisse einzelner SchülerInnen eingehen und die Missstände in deren Entwicklung aufdecken zu können, ist schier ein Ding der Unmöglichkeit. Da bleibt eben nur noch der Gang zu einem Spezialisten. Allerdings – so scheint es – ist es dann schon zu spät.

Die Ursachen für diese Veränderung in der Erziehung scheinen schier endlos. Überforderung, Leistungsdruck der Gesellschaft, Ehekrisen, Scheidung, … immer häufiger kommen auch die Erwachsenen mit deren Situationen nicht mehr klar. Natürlich kann man diese aber nicht von entscheidender Mitschuld freisprechen, werden deren Krisen meist auf Kosten der Kinder ausgetragen – denn sie sind auf lange Sicht immer die Leidtragenden.

Genauso muss aber auch festgehalten werden, dass ein intaktes Elternhaus nicht zwangsläufig eine rosige Zukunft für Sprösslinge verspricht. Es scheint in der heutigen Zeit viel zu leicht, auf die schiefe Bahn zu geraten, ohne dies heraufbeschwört zu haben. Die viel gestellte Frage „Woher hat er/sie das bloß?“ zeigt, wie auch Erziehungsberechtigte sich keiner direkten Schuld bewusst sind. Denn auch Freundeskreise oder Vorbilder sind entscheidende Erziehungsfaktoren. Ebenso können es auch Trotzreaktionen der Kinder sein, die sich durch ein Elternhaus, das versucht hat, sie zu sehr zu behüten oder gar bevormunden, eingeengt fühlen. Denn was nicht zuletzt auch gilt, ist, dass sich ein jeder in gewisser Weise auch selbst erzieht.

 

Brand allerdings verspricht sich von einer engeren Zusammenarbeit nichts desto trotz Erfolge. Denn Fehler in der Erziehung der Eltern dürfen nicht von Kindergärten und Schulen aufgefangen werden müssen. So sagt er: „Kindergärten und Schulen sind angewiesen auf starke, interessierte und engagierte Eltern als Partner für die Erziehung der Kinder und Jugendlichen zu mündigen, verantwortungsvollen Bürgern“.

Miteinander – nicht das erste Mal, dass dieses Wort in Bezug auf Erziehung aufkommt. Doch sollte dabei nicht vergessen werden, dass ein Kind ja kein Rohmodell ist, das es in eine Form zu pressen gilt. Die Bedürfnisse eines jeden einzelnen sollten dabei nicht zu kurz kommen.

http://bildungsklick.de/pm/83432/eltern-koennten-mehr-fuer-den-schulerfolg-der-kinder-tun/

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