Thema Erziehung: Richtig loben…

 

Lob ist in der Entwicklung eines Kindes eine wichtige Komponente. Häufig sehnen sie sich vergeblich danach, was schwerwiegende Folgen haben kann. Sie fühlen sich schnell unbrauchbar und langfristig können sich entsprechende Tendenzen noch verschlimmern. In der Erziehung sollte also darauf geachtet werden, normkonformes Verhalten oder erfolgstragende Handlungen zu honorieren, um solche Szenarien zu verhindern. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass nicht jede Kleinigkeit auch ein Lob verdient. Zu viel davon ist nämlich auch nicht unbedingt förderlich.

 

Wie ist es denn zu rechtfertigen, ein Kind dafür zu loben, dass es seinen ersten Zahn hat oder im Kindergarten der bevorzugten Gruppe zugeteilt wurde? Voller Elan und Euphorie stürmen sie zu ihren Eltern und erzählen ihnen gebannt von ihren ‘Errungenschaften’. Häufig reagieren letztere darauf mit einem „Das hast du aber gut gemacht!“ Unverständnis macht sich beim Betrachten breit, allerdings würde man sich persönlich auch hier und da dabei ertappen, ähnlich zu reagieren. Doch psychologisch ist dies kein guter Effekt. Experten raten dazu, Kinder nur dann zu loben, wenn sie es ‘verdient’ haben. Soll heißen, dass es sich wirklich um Dinge handeln sollte, die sie selbst erlangt haben. Zu schnell und zu viel zu loben kann dazu führen, dass sich die Kinder leicht überschätzen. Es könnte sich sogar ein Denken einstellen, dass man sich, um etwas zu erreichen, gar nicht wirklich anstrengen müsse.

 

Lob sollte stets so konkret wie möglich geäußert werden. Dazu ist es notwendig, dass Erziehungsberechtigte voll und ganz auf das Kind und die Errungenschaft eingehen. Individuelle Leistung sollte ein individuelles Lob nach sich ziehen. Natürlich setzt das voraus, dass man sich intensiv mit dem Kind auseinandersetzt. Leider fehlt heutzutage oftmals die Zeit, diese entscheidenden Augenblicke zu entbehren.

 

Ein weiterer entscheidender Punkt ist, dass Eltern hier und da versuchen, sich selbst in den Errungenschaften der Kinder zu reflektieren. Muss es denn sofort erwähnt werden, dass man sich selbst stundenlang an die Seite gesetzt hat, nur damit die nächste Matheschulaufgabe besser läuft? Das relativiert das ausgesprochene Lob und kann das Kind demotivieren. Nehmen Sie sich gerade in diesen Situationen zurück, die Aufopferung und die Zeitinvestition ist doch unabdingbarer und damit auch selbstverständlicher Teil der Erziehung, oder? Als Elternteil ist man nun einmal Anlaufstelle Nummer eins und sollte so oft wie möglich bereit stehen, dem Kind unter die Arme zu greifen. Für die Schule ist das wohl uneingeschränkt gültig, doch passen Sie auch auf, nicht zu viel zu machen. Leiten Sie an, zeigen Sie, wie man die Aufgaben rechnet, aber lassen Sie ihre Kinder diese selbst durchführen. Was nützt es, ein Lob auszusprechen, wenn man das meiste ohnehin selbst gemacht hat?

 

Lob und Anerkennung sind wesentlicher Bestandteil in der Entwicklung. In gewisser Weise sind diese auch die logische Folge funktionierender Erziehung. Gehen Sie daher nicht zu sparsam damit um, lieber einmal mehr als einmal zu wenig, könnte man unterm Strich festhalten.

Fingerspitzengefühl der Eltern ist gefragt. Sie sollten daher prüfen, wie viel Lob ihr Kind braucht, bzw. wie viel genug ist.

Hier gibt es noch mehr Infos:

http://www.eltern.de/kleinkind/erziehung/anerkennung.html

 

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