Die Reform des G8 in Bayern…

Anfang dieser Woche haben in Bayern die Sommerferien begonnen. Pünktlich zum Schuljahresende, so scheint es, wird einmal mehr die Diskussion um das viel umstrittene G8 angefacht. Wurde in der Vergangenheit oft und viel kritisiert, so werden die Maßnahmen nun konkreter. Folgende Änderungen sollen vorgenommen werden, sodass SchülerInnen entlastet werden:

Die 8., 9. oder 10. Klasse können in Zukunft in zwei Jahre aufgeteilt werden. Somit hätten die Lernenden die Möglichkeit, Fächer, in denen sie Probleme haben, ’doppelt’ zu belegen um Rückstände aufzuholen. Die bereits bestandenen Fächer könnten während dieses Jahres abgelegt werden. Der Lehrplan könnte somit entzerrt und dem ‚Turbo-Abi’ etwas der Wind aus den Segeln genommen werden. Gleichzeitig bliebe mehr Zeit für die Teilnahme an Projektarbeiten. Hiervon verspricht man sich, die Leistungsspanne zwischen den einzelnen SchülerInnen möglichst gering zu halten. Insbesonders Schwächere könnten hiervon profitieren.

Der ohnehin recht straffe Lehrplan soll entscheidend erleichtert werden. Nicht nur Stoffkürzungen sind vorgesehen, sondern auch der Versuch, den Lehrkräften mehr Entscheidungsfreiheit zu geben. So könnten diese festlegen, gewisse Themen zu behandeln oder nicht, aber auch was genau im Abitur verlangt wird. Bei den Fremdsprachen sollte nun nicht mehr eine gesamte Lektüre durchgenommen werden, sondern vielmehr nur ein Teil davon. Wie die Schwerpunkte konkret gesetzt werden, ist noch nicht ganz durchsichtig, aber dadurch, dass die Lehrkräfte nun mehr mitentscheiden können, soll auch ihnen der Zeitdruck genommen werden.

Bereits zum Zwischenzeugnis sollte ein größeres Augenmerk auf schlechtere Noten gelegt werden. Sollten sich darin beispielsweise zwei Fünfer befinden, so soll direkt gehandelt werden. Wie konkret das dann realisiert wird, soll schulabhängig gehandhabt werden. Ein erster Vorschlag hierzu sind Blockseminare in den Ferien oder am Wochenende. Die Frage, inwieweit sich das etablieren kann, bleibt zunächst im Raum stehen, haben doch Familien die Möglichkeit, auch immer externe Nachhilfe in gerade diesen Fällen zu Rate zu ziehen.

Mit diesem Vorschlag soll der Unterrichtsausfall eingedämmt werden. Den Schulen sollen mehr Lehrer zugeteilt werden als sie eigentlich bräuchten, damit diese dann schnell und unkompliziert einspringen könnten, wenn der betreffende Kollege einmal fehlt. Ansonsten sollen diese Lehrkräfte dafür da sein, schwächeren Schülern zu helfen. Eine Vorort-Nachhilfe also.

Diese Vorschläge zur Reform des G8 wurden nun eingebracht. Ob sie den gewünschten Effekt erzielen, die Kritik an der neuen Schulform zu unterbinden, bleibt abzuwarten. Sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, klagen ja wirklich viele Lernende und Lehrkräfte darüber.

Wie sinnvoll sind diese Punkte? Oder wäre eine komplette Rückkehr zum alten G9 der einzige Weg aus dem Problem-G8?

Herzlichst, Ihr ABACUS-TEAM!

http://www.sueddeutsche.de/bayern/reform-des-achtjaehrigen-gymnasiums-mehr-zeit-weniger-stoff-1.1426757-3

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *