Die eigenen Kinder motivieren…

Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt?
(unbekannt)

Im Leben jedes Schülers gibt es Phasen, in denen es nicht ganz rund läuft. Wie sollten Eltern reagieren? Was kann getan werden, die Kinder richtig zu motivieren?

Motivation ist ein sehr komplexes Thema und lässt sich nicht im Handumdrehen herbeiführen. Natürlich macht Schülern Lernen keinen Spaß, außer vielleicht für die Fächer, die sie gerne mögen. Um nun auch in den anderen eine ausreichende Leistung herbeizuführen, neigen Eltern oft dazu, Belohnungen zu bieten oder Strafen auszusprechen, falls es mal wieder nicht geklappt haben sollte. In beiden Fällen kann man von Motivation sprechen: zum Einen, dass etwas Schönes erlangt, zum Anderen, dass etwas Schlechtes verhindert wird. Darüber hinaus handelt es sich hierbei lediglich um externe Motivation, die das eigentliche Problem nur umgeht, aber es nicht ausräumt:

Denn dieses besteht ja darin, dass die Kinder selbst nicht einsehen, weshalb Lernen wichtig ist. Die Bereitschaft dazu muss aus dem Inneren heraus entstehen. Eltern können ihre Kinder hierbei also nur unterstützen, indem beispielsweise schlechte Noten nicht als Anlass für Bestrafung verwendet werden. Genau in diesen Momenten brauchen Kinder Halt und Zuspruch. Ebenso sollte den Kindern ein gewisser Rahmen an Freiraum geboten werden, wobei jedoch die Eltern ständig verfügbar sein sollten, falls es Probleme beim Lernen oder den Hausaufgaben gibt.

Es ist verständlich, dass sich Eltern schwer tun, das zu realisieren, sind sie doch zu sehr besorgt um deren Sprösslinge. Nur stellt sich eben die Frage, wie sonst langfristig ein Umdenken der Kinder erreicht werden kann?

Den perfekten Weg, SchülerInnen zu motivieren, gibt es ganz eindeutig nicht. Als kleine Faustregel sollte vielleicht festgehalten werden, dass mit dem Kind gemeinsam gehandelt werden sollte und nicht, dass über ihn oder sie hinweg geurteilt wird.

 

Herzlichst, Ihr Nachhilfe-Experte Jürgen Chitralla!

 

3 Kommentare

  1. Frank Obels sagt:

    Hallo Herr Chitralla,

    Sie schreiben so schön:
    “Natürlich macht Schülern Lernen keinen Spaß, …”

    Tatsächlich ist dies nicht natürlich, denn als Baby waren wir ganz erpicht darauf, zu lernen. Dieser natürliche Impuls zu lernen ist uns abgewöhnt worden, durch Elternhaus, Erziehung, Schule und andere “Parameter”.

    Dies belegt eine Vielzahl an wissenschaftlichen Studien und möglicherweise wäre es an der Zeit, dass die Schulen lernen, dass Kinder grundsätzlich gerne lernen, nur eben nicht unbedingt im schulischen Rahmen.
    Das wiederum legt den Rückschluss nahe, dass nicht die Kinder das “Problem” sind, sondern die Schulen.

    Wie wäre es, wenn Sie mal Nachhilfe für unsere Schulsysteme anböten?

    ;-)

    Herzliche Grüsse

    Frank Obels

  2. [...] sind und auch vor Fehlern nicht bewahrt sind. Einen sehr interessanten Leserbrief zum Thema ‘Erziehung der Jugend’ findet sich unter folgendem [...]

  3. [...] – nicht das erste Mal, dass dieses Wort in Bezug auf Erziehung aufkommt. Doch sollte dabei nicht vergessen werden, dass ein Kind ja kein Rohmodell ist, das es in [...]

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