Die Zwischendurch-Nachhilfe – Denksportaufgabe Nr. 5: Betrug vom Medizinmann

Zeit für die Zwischendurch-Nachhilfe und eine neue Denksportaufgabe zum Sonntag.

Doch bevor wir beginnen, wünscht das ABACUS-Team allen Müttern einen wunderschönen Muttertag!

 

Hier ist Denksportaufgabe Nr. 5:

Betrug vom Medizinmann

Es trug sich zu im Indianerstamm der blühenden Federn, dass sich ein junger Mann einer jungen Frau auf körperliche Weise näherte, obwohl diese nicht einander versprochen und auch nicht verheiratet waren.

Der Häuptling und die Stammesältesten sahen in einem solchen Verhalten ein Vergehen, welches durch den Tod zu bestrafen war. Gleichwohl wollten weder Häuptling noch die Stammesältesten für den Tod des jungen Mannes verantwortlich sein und stattdessen den grossen Geist über Leben und Tod des jungen Mannes entscheiden lassen.

Ein solches Gottesurteil lief seit vielen Sommern immer gleich ab und kam auch in unserer Geschichte so zur Anwendung:
der junge Mann, bereits an den Marterpfahl gebunden, sollte in ein Säckchen aus Ziegenleder greifen und daraus eine von zwei Nüssen herausholen. Zog er eine frische Haselnuss, so war er frei, zog er eine alte Haselnuss, so wurde er getötet.

Die Zeremonie wurde vom Medizinmann des Stammes vollzogen. Bisher hatte noch kein Verurteilter die frische Haselnuss gezogen. Dies mochte daran liegen, dass der Medizinmann in allen Zelten des Stammes als Betrüger in Verdacht stand. Man erzählte sich, dass er immer zwei alte Haselnüsse in das Ziegenledersäckchen hineintat. Doch wagte niemand, diesen Vorwurf auszusprechen.

So griff denn der junge Mann in das Säckchen und zog eine Haselnuss, die er zur Überraschung aller sofort in den Mund steckte und herunterschluckte.

Die Frage lautet nun:
Können Sie erklären, warum er dies tat und wissen Sie, ob er getötet wurde oder nicht?

 

Die Auflösung gibt es nächsten Samstag!

Ich wünsche Ihnen viel Spass mit der heutigen Zwischendurch-Nachhilfe!

Herzlichst, Ihr Jürgen Chitralla!

 

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