Bessere Noten durch Schönheit…

 

Haben es schöne Menschen in unserer Gesellschaft leichter als die, die als weniger attraktiv gelten? Immer wieder hört man von ähnlichen Tendenzen. In der Wirtschaft kursiert ja beispielsweise auch das Vorurteil, erfolgreiche Sektretärinnen hätten sich ihren Weg durch unlautere Mittel geebnet. Jetzt allerdings ist aufgekommen, dass das Prinzip der optischen Attraktivität auch Einfluss auf den Schulerfolg haben soll. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die von der Universität Wuppertal durchgeführt wurde.

Diese Untersuchung ergab nämlich, dass die physische Attraktivität der SchülerInnen signifikant und substanziell ihre Fachnoten beeinflusse. Hierbei handele es sich gleichsam um Jungs sowie auch Mädchen.

Inwieweit kann dies ernst genommen werden und entspricht tatsächlich der Wirklichkeit? Fakt ist ja, dass LehrerInnen auch nur Menschen sind. Ob nun bewusst oder nicht, es gibt immer wieder im Schulalltag Situationen, in denen Objektivität schlichtweg nicht geleistet werden kann. Gerade in recht angespanntem Gemütszustand lässt man sich mehr durch Reize beeinflussen, als man es eigentlich gern hätte. Denn im Normalfall -und das vollkommen zu Recht- darf zwischen SchülerInnen kein Unterschied gemacht werden, nicht zuletzt auch im Bezug auf das Aussehen.

 

Dennoch bleibt die Frage, ob man wirklich von grundsätzlichen Tendenzen ausgehen kann. Denn jede Lehrkraft ist unterschiedlich, kommt aus anderen Hintergründen und der bestrittene Lebensweg ist auch individuell geprägt. Sympathien spielen sicherlich eine entscheidende Rolle, doch könnte man meinen, dass das Aussehen weniger entscheidend ist, als das Verhalten im Unterricht oder das Auftreten der Kinder und Jugendlichen.

Zu einem ähnlichen Schluss ist auch die Universität in Miami gekommen, die zwar grundsätzlich einen Zusammenhang zwischen Schulnoten und Aussehen sieht, jedoch diesen hinter gepflegte Erscheinung und Persönlichkeit stellt.

Doch zu glauben, das hätte in irgend einer Weise Potential zur aktiven Notenverbesserung, ist der falsche Ansatz. Denn einerseits haben tiefergehende Analysen gezeigt, dass zu intensives Nachhelfen (Sonnenbank, Schminken, coole Anziehsachen,…) eben ein von Haus aus ansprechendes Auftreten nicht ersetzen können. Andererseits ist natürlich nicht zu vergessen, dass ein ‚echter Garant’ für gute Noten eben das Lernen ist und bleibt. Leistung und Engagement sind durch nichts zu ersetzen, ganz bestimmt nicht durch den Versuch der Manipulation. Hätte man in diesen Fällen Noten wirklich verdient?

So schön und aufschlussreich derartige Studien auch sein mögen, sind sie ja nur represäntative Umfragen, die eine Tendenz illustrieren sollen. Dennoch ist nicht gesagt, dass sie von Grund auf in eine falsche Richtung gehen. Und hier und da beschweren sich tatsächlich Eltern und SchülerInnen über ungerechte Behandlung seitens Lehrkräften.

Haben Sie schon einmal derartige Erfahrungen gemacht? Teilen Sie sie doch mit uns, womöglich haben sie auch Tipps, wie man mit entsprechenden Situationen umgehen könnte.

 

 

Mehr zu diesem Thema:

http://www.fr-online.de/wissenschaft/schule-und-noten-schoene-schueler-bekommen-bessere-noten,1472788,16376010,view,asFirstTeaser.html

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *