Thema Erziehung und Lernen….

 

6 Tipps wie Ihr Kind dem Erfolgsstress entkommen kann:

Ist der Alltag ihres Kindes auch so vollgepackt? Erst Nachmittagsunterricht, dann Hausaufgaben und Lernen? Der hiesige Sportverein ist zwei Mal die Woche aufzusuchen und auch für die musische Erziehung soll gesorgt sein? Bei so vielen Stunden Beschäftigung ist es wenig verwunderlich, dass immer weniger Zeit zum Ausruhen bleibt. Ach, und war da nicht noch so etwas wie ein Privatleben? Freunde treffen, Ausgehen, Spielen? Viele Kinder und Jugendliche scheinen es wirklich nicht leicht zu haben. Ihr ’Arbeitstag’ ist vollgestopft wie der der großen Manager, zu diesem Schluss kommt Neurologe Dr. Sven Sebastian.

 

Dr. Sebastian sieht darin tiefgreifende Folgen für die Kinder und Jugendliche nicht nur in gesundheitlicher Sicht (Schlafstörungen, Gewichtsverlust), sondern auch in Störungen des Sozialverhaltens. Und das, logischerweise, beunruhigt auch die Eltern. Ein Teufelskreis, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint. Doch genau hier setzt Dr. Sebastian an und veranschlagt 8 Tipps, wie man dem entkommen kann. Von diesen werden wir die 6 wichtigsten vorstellen:

 

1.         „Reden Sie mit ihrem Nachwuchs, aber überprüfen Sie nicht andauernd die Kenntnisse“. Natürlich muss Heranwachsenden Wissen vermittelt werden, doch es ist wichtig, sie zu Wort kommen und aus ihrer Sicht erzählen zu lassen. Ständige Kontrolle schränkt sie in ihrer Entwicklung ein.

 

2.         „Messen Sie nicht jede Handlung und jede Aussage an Ihren persönlichen Wertemustern“. Kinder brauchen Vorbilder, an denen sie sich orientieren können. Gerade Eltern spielen hier eine wichtige Rolle. Leben Sie ihren Sprösslingen die Werte vor, die sie auch von ihnen erwarten, zu häufiges Zurechtweisen und Sanktionieren ist nicht förderlich.

 

3.         „Fördern Sie die Aktivitäten, die ihre Kleinen mit besonderer Leidenschaft und Ausdauer verfolgen“. Wichtig hierbei auch, nicht sofort an einen größeren Nutzen oder erfolgsversprechende Karrieren zu denken. Lassen Sie Freiräume und beobachten Sie eher, als zu versuchen, manipulativ einzugreifen.

 

4.         „Lassen Sie Ihre Kinder 30 Minuten ihrer Zeit täglich selbst entscheiden“. Dies soll als Ziel haben, dass sie wirklich einmal entspannen. Das Gehirn ’abzuschalten’ ist unabdingbar und fördert Aufnahmefähigkeit.

 

5.         „Lernzeit sollte durch doppelte Zeit für körperliche Aktivität kompensiert werden“. Bewegung ist immens wichtig, nicht nur für die physische Entwicklung, sondern auch für die mentale Leistungsfähigkeit. Es gilt, Körper und Geist gleichsam anzusprechen.

 

6.         „Bringen Sie Ihren Kleinen ein selbstbestimmtes Lösungsdenken bei“. Geben Sie Anleitung, aber überfordern Sie sie nicht durch zu hohen Eingriff bei Problemlösungen. Sicher für Eltern nicht ganz leicht, aber auf jeden Fall notwendig.

 

Es lässt sich unterm Strich festhalten, dass Freiheit wirklich ein wichtiger Faktor ist. Überkontrolle engt eben ein und führt nicht zum gewünschten Ziel. Doch sollte nicht vergessen werden, dass man hier nicht alle Heranwachsenden über einen “Kamm” scheren darf, bei jedem/r muss individuell die richtige Mischung gefunden werden.

 

Nehmen Sie sich Zeit, diese Tipps zu verinnerlichen. Womöglich sind nicht alle nötig, sie können aber dennoch als ein grober Leitfaden gesehen werden.

 

Vergessen Sie nicht: Schulerfolg ist nicht alles, lassen Sie nachhaltige und gesunde Erziehung nicht darunter leiden.

Herzlichst, Ihr Jürgen Chitralla!

 

Hier gibt es noch mehr zu diesem Thema:

http://www.freie-pressemitteilungen.de/modules.php?name=PresseMitteilungen&file=article&sid=94924

Ein Kommentar

  1. [...] deshalb sollte die Begeisterungsfähigkeit gebremst werden. Achten Erziehungsberechtigte schlichtweg weniger darauf, was ihre Kinder anhaben? Womöglich fehlt einfach heutzutage die Zeit, [...]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *