Nachhilfe in Erziehung…

9 Leitsätze der Erziehung

Erziehung kann man nicht vorschreiben. Natürlich gibt es Verhaltensweisen, die man instinktiv als richtig oder falsch einstuft. Ein ’so und nicht anders kann man aber nicht festmachen. Die in Erziehungsberatern gegebenen Tipps kann man dennoch ernst nehmen und als Gedankenanstöße sehen. In diesem Artikel möchten wir Ihnen neun Sätze vorstellen, die in der Erziehung eine wichtige Rolle spielen.

 

1.         „Ich hab’ dich lieb, egal, was du tust.“ Gerade Kleinkinder können nicht unterscheiden, ob ein Elternteil nur gerade sauer ist, oder ob gar eine generelle Abneigung besteht. Selbstredend ist es häufig schwer, die Geduld zu wahren und so rutscht hier und da auch mal der eine oder andere lautere Ton heraus. Und manchmal ist es ja auch gerade wichtig, ein Kind mit Nachdruck zu beschützen – vor Gefahren und auch sich selbst. Doch sollte das immer so geschehen, dass für das Kind keinerlei Zweifel an der guten Absicht bestehen. Bedingungslose Liebe zu schenken und immer da zu sein bieten eine entscheidende Basis der Sicherheit und des Rückhalts.

 

2.         „Du schaffst das! Ich trau’ dir das zu!“ Dem Kind zu vermitteln, es werde gebraucht und sei selbst zu etwas fähig ist wohl die größte Dosis an Selbstbewusstsein, die man als Eltern weitergeben kann. Häufig sehen sich die Kleinen vor für sie schweren und schier unlösbaren Aufgaben oder Herausforderungen und beginnen, an sich und ihren Fähigkeiten zu zweifeln. Unterstützend da zu sein und das Kind zu ermutigen, kann im wahrsten Sinne des Wortes Berge versetzen. Denn nur durch größere Aufgaben können wir wachsen. Wägen Sie allerdings ab, ob diese dem entsprechenden Alter gerecht wird. Ansonsten könnten sich Ihre Sprösslinge tatsächlich überfordert fühlen. Sollte trotz vielversprechender Vorzeichen doch etwas nicht geklappt haben, vergessen Sie nicht, ihnen folgendes mitzugeben:

 

3.         „Du darfst Fehler machen.“ Ein Kind ist keine Maschine. Fehler sind Gang und Gäbe, wie bei allen anderen Menschen auf dieser Welt auch. Allerdings ist es gerade bei den Kleinen wichtig, ihnen das auf schonende und langsame Weise zu erläutern. Verspüren sie, dass ihnen Toleranz entgegengebracht wird, so verstehen sie, dass es vollkommen in Ordnung und normal ist, wenn mal etwas daneben geht. Allerdings stellen sie auch nicht selten zu hohe Ansprüche an sich selbst und sind bei Misserfolg doppelt traurig. Versuchen Sie, hier vorzubeugen und geben Sie ruhig auch mal eigene Schwächen und Fehltritte zu.

 

4.         „Schau, was du gemacht hast!“ Dies schließt direkt an den erst kürzlich veröffentlichten Artikel über richtiges Loben an. Ein ’gut gemacht’ ist wenig effektiv, sagt es ja nichts darüber aus,  was denn eigentlich gelungen ist. Formulieren Sie als ein Lob so konkret wie möglich, sodass die Zusammenhänge klar werden. Womöglich wird sogar etwas Negatives als durch das Lob Honoriertes verstanden.

 

5.         „Es ist gut, wie du es machst.“ Korrekturen der Eltern sind häufig wichtig und helfen dem Kind, in eine richtige Richtung weiterzugehen. Doch sind diese nicht immer vonnöten. Um ein gewisses Ziel zu erreichen, bedarf es nicht immer der Wege, die die Erziehungsberechtigten als richtig empfinden. Lassen Sie Ihr Kind experimentieren und selbst versuchen, den besten Lösungsweg zu entdecken. Falls es nicht weiterkommt, lassen Sie es auf Sich zukommen. Dies wird unweigerlich passieren, suchen Kinder ja immer zuerst bei deren Eltern Hilfe. Stehen Sie also jederzeit bereit, Korrekturen auf Wunsch vorzuschlagen – nicht aufzuzwängen!

 

Der zweite Teil folgt in 2 Tagen. Sie haben Fragen und Kommentare?

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Ein Kommentar

  1. [...] Hier nun der zweite Teil der neun Leitsätze der Erziehung: [...]

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