Nachhilfe in Freising – eine gute Investition in die Zukunft

Krisen, Krisen, Krisen – wohie ma schaugt, nix ois wia Not und Elend in dera Weyd! Für diejenigen unter Ihnen, die des Bayerischen nicht mächtig sind (denn wir Bayern können zwar im Gegensatz zu unseren schwäbischen Nachbarn nicht alles, aber dafür wenigstens im Münchener Umland meist ein wenig Hochdeutsch): Es wird Zeit, liebe Mitbürger, unser Finanzmodell zu überdenken.

Nachdem man uns jetzt jahrelang eingetrichtert hat, dass die künftige Demografie (hat nichts mit der Staatsform zu tun, in der der Bürgerwille entscheidend ist) umlagefinanzierte Modelle der Altersversorgung wohl nicht mehr erlauben wird, und nachdem die Finanz- und Steuerparadiese eines nach dem anderen in den Fluten des Mittelmeeres zu versinken scheinen (diese Taktlosigkeit stammt tatsächlich nicht von mir, sondern aus dem Netz!), gibt es bald wohl nur noch eine sichere Geldanlage für die Zukunft: Investieren Sie es doch einfach in die Ausbildung Ihrer Kinder!

Bevor Sie mir jetzt Denkmäler setzen wegen meiner bahnbrechenden Idee: So neu ist das nicht. In vielen Schwellenländern, die wir Deutschen uns ja – ebenfalls seit Jahren – auf Geheiß unserer Wirtschaftslobbyisten zum Vorbild nehmen sollen (zumindest was das Lohnniveau angeht – „der Burmese arbeitet halt noch gerne, jetzt, wo Bangla Desh zu teuer geworden ist!“), kennt man es seit Jahr und Tag nicht anders, und auch in unseren Breiten war es bis zur Einführung der Altersrente so: Der einzige Weg, im Greisenalter nicht verhungern zu müssen war, vom Nachwuchs ein Gnadenbrot zu bekommen. Dabei kompensierte allerdings meist eine hohe Nachwuchsrate wenige gut ausgebildete und gut verdienende Sprösslinge – in Anbetracht der hohen Kindersterblichkeit sicher sinnvoll, aber hierzulande und heutzutage aufgrund der horrenden Betreuungskosten nicht praktikabel. Zumal die Kindersterblichkeit niedrig genug ist, um eine gute und teure Ausbildung sinnvoll erscheinen zu lassen (ich übertreibe nicht – so hört sich das aus Sicht der Wirtschaftstheoretiker an!).

Vertrauen Sie Ihr sauer verdientes Geld also nicht irgendwelchen dubiosen Anlagemodellen an, und denken Sie auch daran, dass Gold keine Zinsen abwirft! Mehr als eine Immobilie können Sie auch nicht bewohnen, wenn Ihnen nach dem Platzen der Immobilienblase keiner mehr die Miete zahlen kann!

Da ist die Investition in die Kinder doch die sicherste Geldanlage. Wenn auch hier alles den Bach runtergeht, kann die oder der Kleine vielleicht einen Job irgendwo im Ausland erlangen und Sie von dort aus unterstützen. Sofern er denn einen Abschluss in einem gesuchten Beruf hat.

Denn auch bei uns in Freising muss es ja nicht ewig so gut laufen wie momentan. Die ersten Anzeichen des Niederganges zeigen sich bereits: Schon schließen früher als unverzichtbar geltende Institutionen der städtischen Infrastruktur wie z.B. die Kinos… das sollte Ihnen zu denken geben!

Und irgendwann wird auch der letzte Caféhausbetreiber aufgeben, weil er sich die horrenden Mieten nicht mehr leisten kann. Dann, wenn die Stadt ohne sichtbaren Mittelpunkt und nur noch eine Ansammlung von mehr oder weniger luxuriösen Wohnungen ist, werden sie weiterziehen, die Gentrifizierer, und sich eine andere Stadt mit mehr Lebensqualität suchen.

Warten Sie also nicht zu lange, ehe unsere letzten Lehrer von der Grippewelle dahingerafft sind! Melden Sie Ihren hoffnungsvollen Nachwuchs zur Nachhilfe an. Denn die Konkurrenz schläft nicht, und am Ende bleiben Ihnen nur noch die ungeliebten Abendtermine und die Wochenenden für den Unterricht.

Aber im Ernst jetzt: Auch ohne die landestypischen German-Angst-Meldungen sollten Sie sich überlegen, dass eine Investition in die Bildung das Beste ist, was Sie ihrem Kind schenken können. Den teuren Tablet-Computer, das sündteure Was-Weiß-Ich-Telefon oder sonstige Statussymbole werden Sie in ein, zwei Jahren wegwerfen. Das, was der Nachhilfelehrer Ihrem Kind an Wissen beibringt, wird ein Leben lang von Nutzen sein.

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