Ferienzeit – Lernzeit?

Schließlich sind sie also doch ausgebrochen, die Ferien.

Nach einem arbeitsreichen Jahr und einer heißen Schlussphase ist die Arbeit nun zum Stillstand gekommen.

Doch was anfangen mit der Zeit?

Nach dem nur zu verständlichen – und notwendigen! – Wunsch, auszuspannen von der Arbeit, nutzt der eine oder andere Schüler diese unterrichtsfreie Zeit, um Lücken zu schließen. Lücken, wie sie sich vor allem durch den Zeitdruck beim G8 fast zwangsläufig ergeben.

Das mag bei den kleineren SchülerInnen noch eine untergeordnete Rolle spielen, doch gerade in den höheren Klassen ist dieses Phänomen vermehrt zu beobachten.

Und leider ist es auch notwendig. Immer mehr Probleme sammeln sich im Lauf der Jahre an, bis dann kurz vor den beiden Abiturjahren die Hütte brennt. Und da ist es dann schon sehr schwer, das große Lernpensum zu bewältigen.

Allerdings klingeln die Alarmglocken bei den meisten Schülern erst gegen Ende der schulischen Laufbahn: So ungefähr mit sechzehn Jahren scheint ein entscheidender Entwicklungsschritt stattzufinden, der zu mehr Ernsthaftigkeit und der Einsicht in die Notwendigkeit eines guten Abschlusses führt. In Anbetracht der Tatsache, dass nach neuesten Meldungen bereits gut zwei Drittel der Studienfächer einen Numerus Clausus haben, ist diese Einsicht sehr wichtig: So kurz vor der elften Klasse rum wissen schließlich die meisten jungen Menschen so ungefähr, was sie einmal beruflich machen wollen. Zumindest in der gegenwärtigen, sehr ernsthaften und karriereorientierten Generation von SchülerInnen.

Dummerweise kommt für so manchen diese Erkenntnis spät, sehr spät, und in manchen Fällen zu spät. Der Rückstand beim Stoff kann nur unter großen Mühen aufgeholt werden. Wehe demjenigen, dem es nun mit dem Lernen nicht ernst ist! Und die Umstellung von ein paar kurzen Stündchen pro Woche auf ein angemessenes Pensum erschwert die Situation zusätzlich! Zu schwer fällt oft der Abschied vom bisherigen Spaß- und Lotterleben und die Einordnung in einen ernsthaft als so zu bezeichnenden Lernalltag.

Ich kann, nein, ich muss es immer wiederholen: Mit der Nachhilfe nicht erst zum Schluss warten, bis sie sich gar nicht mehr vermeiden lässt, sondern rechtzeitig gegensteuern, wenn erste Leistungsabfälle zu verzeichnen sind.

So ist z.B. eine Vier KEINE Note, mit der man sich in einem Kernfach zufrieden geben sollte. Schon gar nicht jahrelang.

 

Leider können die meisten Betroffenen und ihre Eltern offenbar ganz gut damit leben. Bis aus der Vier eine Fünf wird. Oder gar eine Sechs.

Ich frage mich, ob diese Leute ansonsten auch so sorglos sind. Geht man nicht besser bei den frühen Anzeichen einer Krankheit zum Arzt, wenn das Leiden noch leicht zu behandeln und schnell kurierbar ist? Ist es bei einem Hausbrand nicht vernünftiger, sofort die Feuerwehr zu rufen als dann, wenn das Haus lichterloh in Flammen steht? In einem solchen Fall hofft man doch auch nicht, dass sich das Problem quasi von selbst erledigt! Warum sollte das bei einem schulischen Problem anders sein?

Aber für alle, denen jetzt angst und bange wird: Mit dem Lernen ist es wie mit dem Rauchen; Es ist nie zu spät, das Problem anzugehen. Besser spät als nie.

Unser Büro ist den Ferien besetzt. Und viele Lehrer haben noch Kapazitäten frei.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

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