Tag Archiv für Vorlesen

Initiative fürs Lesen: Weihnachten naht – wie wär´s mal mit einem Buch?

Das Buch: Ein  Weihnachtsgeschenk?

Quelle: Paul-Georg Meister / pixelio.de

Alle Jahre wieder… stellt sich für Eltern, Großeltern und andere Verwandte wieder dieselbe Frage: Was bloß soll ich dem Nachwuchs schenken?

Freilich, an Wünschen ist in der verzogenen Generation der schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen kein Mangel. Und schaut man dann auf den Wunschzettel, der in manchen Familien eher dem Bestellschein für einen Großversand ähnelt, werden gerade Großeltern oft etwas verwirrt, und so mancher mag sich denken: „Hat sich das Enkelkind da einen Scherz erlaubt? Oder haben die erwachsenen Kinder unbemerkt ein Kind aus einem außereuropäischen Land adoptiert? Ist das eine Fremdsprache? Was bitteschön ist ein iPad? Ist da ein Buchstabendreher passiert? Wo kriege ich so ein Ding überhaupt? Ist das was zum Gesichtabwischen? Oder so ein Einsatz für eine dieser neumodischen Kaffeemaschinen? » Weiterlesen

Von alten Sachen und neuen Gewändern…

Das hab ich mal wieder davon. Lachanfall. Schrecklich. Kommt vom Lesen. Was mich eben so amüsiert hat, ist zu finden in einem Bericht über ein Experiment auf der Buchmesse (LINK: http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/hightech-im-klassenzimmer-jede-stunde-so-furchtbar-a-860594.html ). Da durfte eine Schulklasse das „Klassenzimmer der Zukunft“ ausprobieren – alles hoch technisiert, vercybert, hochmodern. Also mal wieder so eine klassische Situation, die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Generationen geradezu provoziert. Die Kinder waren natürlich hellauf begeistert. Der Lehrer eher nicht. Denn die neueste, innovative Technik des Lernens stellt genau das in Frage, was für die Progressiven von Gestern Avantgarde war – und was seit seiner weiträumigen Einführung im deutschen Schulalltag zu einer Art heiligen Kuh derer geworden ist, die sich zum Urteil über die Richtigkeit von Erziehungsmethoden berufen fühlen.

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Thema Erziehung: Wie man Kinder bewegt…..

“Kommst Du mit zum Einkaufen”, fragt die Kindergärtnerin? Markus, 5 Jahre, ist begeistert!

“Oh ja, gerne”, ruft er laut. Auf dem Weg nach draußen, sucht Markus das Auto der Betreuerin. “Mit welchem Auto fahren wir”, fragt er. “Wir gehen zu Fuß”, sagt die Erzieherin. Markus ist sichtlich irritiert. Laufen? Für Markus ist das Laufen eine nicht übliche Art der Fortbewegung. Seine Mutter fährt ihn schon seit er Baby ist mit dem Auto von Termin zu Termin, von der Spielgruppe zur nächsten Einladung. Man spricht von “Verinselung”, wenn Kinder überall hin chauffiert werden. Von der Insel Spielgruppe zur Insel Turnen oder zum Erlebnisschwimmen.  Wenn man auf dem Land lebt, ist das natürlich oft nicht anders zu machen. Nur was lernen unsere Kinder?

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Die sieben goldenen Regeln beim Lesen mit Kindern…

Die Advent- und Weihnachtszeit ist eine der schönsten Zeiten im Jahr.

 

“Die staade Zeit”, wie man in Bayern sagt: Eltern sitzen mit ihren Kindern im warmen Wohnzimmer, die Holzscheite knistern im Feuer, der Duft von Bratäpfeln, Lebkuchen und Glühwein erfüllt den Raum. Die beste Zeit, sich gegenseitig schöne Geschichten vorzulesen. Wenn wir Eltern diese Zeit nutzen, das Lesen in unseren Kindern zu verankern, profitieren alle davon. Wir Väter und Mütter bauen Beziehung zu unseren Kindern auf und aus, unsere Kinder verbinden mit dem Lesen tiefe und warme Gefühle, die vielleicht ein Leben lang nachschwingen.

Ich habe “goldene” Regeln für diese wunderschöne Zeit gefunden, die uns helfen können:

  1. Suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind ein Buch zum Vorlesen oder Lesen aus.
  2. Machen Sie es sich mit dem Kind gemütlich – auf dem Sofa, vor dem Kachelofen oder auf der Eckbank.
  3. Wählen Sie einen günstigen Augenblick aus: Eine Ruhepause am Nachmittag oder Abend. Am besten ritualisieren Sie das Lesen, das heißt es findet regelmäßig statt und wird durch nichts gestört.
  4. Haben Sie Geduld beim Vorlesen – je jünger die Kinder sind, desto schwerer fällt es ihnen, sich eine längere Zeit zu konzentrieren. Bleibt das Kind an einem schwierigen Wort hängen, wird es mehrmals wiederholt, bis es flüssig kommt. Damit automatisieren Sie die schwierigen Wörter besser.
  5. Gehen Sie auf Zwischenfragen ein und wenn Ihr Kind das Buch in einer anderen Reihenfolge lesen möchte, ist das auch kein Problem.
  6. Vermeiden Sie beim Vorlesen ein “herunterleiern”, denn  Kinder merken, wenn Sie mit den Gedanken woanders sind.
  7. Nehmen Sie sich Zeit, um nach dem Lesen mit Ihrem Kind über das Buch, die Geschichte zu reden. Damit wird es besser gespeichert.

Ich wünsche Ihnen gemütliche Stunden mit Ihren Kindern!

Quelle: Stiftung Lesen